Donnerstag, 17. September 2009

Nicht verschollen, Winterpause!




Wir sind in Arbeit, seriöser Arbeit mit hervorragenden Karriereaufstiegs- chancen. Durch eine Verkettung von Ereignissen sind wir gleich alle drei bei der gleichen Gesellschaft angestellt worden. Community Support Worker bei IDEA Service ist die wohlklingende Berufsbezeichnung. Wir betreuen und unterstützen geistig behinderte Erwachsene in ihrem Alltag, zu Hause und in Tagesstationen. Der Job macht Spaß, ist interessanter und vor allem kommunikativer als unsere vorherige Tätigkeit im Kiwifruchtsektor.


Mittlerweile sind wir seit dreieinhalb Monaten in Wellington und stellen fest, es reicht. Auch wenn der Winter verhältnismäßig mild war, so bleibt ein Winter doch ein Winter. Wir brauchen Sonne! Anfang Oktober machen Fine und Henrik auf Samoa im Haus einer Kollegin Urlaub. Yeahhaw!!!

Danach nochma zwei Wochen arbeiten und dann werden wir unsere Kampfbüchse Rita einen Monat lang über die Südinsel jagen. Robi bleibt noch zwei Wochen länger in Wellington und nimmt Matze in Empfang. Die beiden werden uns schließlich auch auf die Südinsel folgen, so kann sich der Gesamtkörper irgendwo zwischen Picton und Invercargill wieder vereinen, wie wunderbar! Weihnachten verbringen wir mit Robis Eltern in Wellington.

Heute haben wir unsere letzten Flüge für Asien gebucht. Neuseeland werden wir Ende Dezember verlassen. Bevor es nach Asien geht, werden wir nochmal in Sydney vorbei schauen, wo wir mit m. und Henriks Schwester auf der Harbour Bridge Silvester feiern. Anfang Januar fliegen wir weiter nach Hanoi. Werden dann auf dem Landweg durch Vietnam, Kambodscha bis nach Bangkok reisen und dann weiter nach Indien fliegen. Haben für die Tour etwa zweieinhalb Monate eingeplant.

Die meisten der Fotos sind bei unserer letzten Wanderung auf Kapiti Island entstanden. Dort gibt es viele lustige Vögel, von denen einige nicht mal fliegen können und somit unserer Meinung zu Recht aussterben. Der dreiste Kaka (seht ihr mehrmals auf den Fotos) kann aber fliegen und fand Henriks Kekse äußerst lecker. Fines Gesichtsentgleisungen rühren daher, dass sie Laufen ja nicht so gewöhnt ist, der zweistündige Aufstieg hat sie eindeutig an ihre derzeitigen Grenzen gebracht...

So, das wars von uns, alles prima im Kiwiland, liebe Grüße an alle zu Hause.
so long...henrik, rob und fine

Donnerstag, 2. Juli 2009

mt. taranaki


Wir sind von unserem Kurzurlaub zurück. Da keiner so recht Lust zum schreiben hat, wollten wir euch fürs erste mit ein paar Fotos abspeisen, nun sind doch ein paar Zeilen zusammengekommen. Es sollte noch erwähnt werden, dass über die Kamera vorher ein Auto drübergerollt ist...wie ihr seht, sie hats überlebt, nur der Bildschirm ist jetzt Banane.

Mt. Taranaki: Berg/ Vulkan, ist die meiste Zeit in Wolken gehüllt, sieht ohne Wolken aus wie der Mt. Fuji, sehr hübsch! Wir kommen im Sommer wieder...zum wandern.

Pizza Hut: Fine hatte noch vier Tage was von der Fleischbällchenpizza (ja, auch alter Sch.... hat seinen Preis, um mit Deinen Worten zu sprechen Chrüschi), wir bleiben besser bei den geliebten Burgern.

Waitomo Caves: Touristen-Höhle mit Glühwürmchen, die eigentlich keine sind, die „Führerin“ war wohl nach dem 835. Höhlendurchgeschleuse irgendwie genervt (auch das obligatorische Singen eines Liedes in der sog. Höhlenkathedrale wollte die Stimmung nicht so recht auflockern), nun ja teurer Spaß für ein paar leuchtende Insekten

Ölanzeige im Auto: Rita hat keine, wussten wir aber nicht...Nur soviel dazu: ein Ölwechsel war nicht mehr nötig (Weil ein Ölwechsel ohne Öl ja nicht geht :). Rita rollt zum Glück noch und wir werden in Zukunft öfter mal den Ölstand prüfen *räusper*


Bis bald...wir frieren hier übrigens alle ganz ordentlich

Rob, Henrik und Fine


Der gestempelte Robi, such ihn so oft Du magst - thx2CH.&T.

Donnerstag, 18. Juni 2009

Mana


Nachdem wir von verschiedenen Seiten bereits ermahnt wurden, doch mal wieder ein paar Blogzeilen zu verfassen, opfere ich (fine) mich auf und werde diesem Missstand schnellstens ein Ende bereiten (die Jungs haben sich heute eine psp gekauft und sind damit wohl vorerst nicht mehr ansprechbar).

Wir hatten eine phantastische Fahrt nach Wellington mit Zwischenstopp am Lake Taupo. Die Stadt Taupo ist eigentlich genauso hässlich wie fast alle neuseeländischen Städte, die Landschaft drum herum dagegen atemberaubend. Der See ist riesig, glasklar, mit schneebedeckten Bergen im Hintergrund und zusammen mit dem blauen Himmel ergab das allerfeinste Postkartenidylle. Und das allergrößte: Die touristischen Highlights (brodelnde, dampfende Thermalfelder und -kraftwerke, Wasserfälle etc.) liegen gleich an der Autobahn. Wir konnten also mit dem Auto wandern fahren, ach das gefiel mir.

Unser Weg Richtung Wellington führte dann weiter durch Mordor, die Vulkane kennt man ja aus dem Film, aber so in echt ist's schon noch mal was anderes. Während wir also ganz beeindruckt dreinschauten, stellte Robert ziemlich nüchtern fest, dass die Alpen ja viel höher und imposanter und überhaupt irgendwie schöner sind. Aber Rooobi, das ist doch der Schicksalsberg muss ich sogleich erwidern. Der Schicksalsberg ist übrigens schon ganz eingeschneit und bald fahren die Kiwis hier Ski (also die Menschen, na ihr wisst schon).

Seit zwei Wochen sind wir jetzt in Wellington. Wir haben ein sehr schönes und noch dazu billiges zu Hause in Mana gefunden, etwas außerhalb von Welly, aber dafür mit viel Natur und Strand und Haushund. Wellington ist erstaunlich hübsch und hat viel Kulturelles zu bieten. Die Stadt ist in eine bezaubernde Hügellandschaft eingebettet und ich hab gehört, dass die Häuser ganz oben auf den Bergen manchmal sogar eigene Sessellifte haben. Also toller Blick, ohne Treppen steigen...awesome!!!.

Wir haben übrigens ganz gute Aussichten auf Arbeit für die nächsten drei Monate, können aber erst Anfang Juli anfangen. Jetzt machen wir erstmal Urlaub vom Urlaub und fahren für ein paar Tage zum Mt. Taranaki National Park. Wir werden berichten, versprochen!

So, der liebe Robert will Euch unbedingt noch an seinen Kiwipickerfahrungen (die Wunden-psychische und physische- sind mittlerweile verheilt) teilhaben lassen. Danach sollt ihr nicht mehr gequält werden mit endlosen Kiwigeschichten.

Bis bald, Eure drei Aushilfshobbits Robert, Henrik und die Fine


Robis Arbeitsresümee


Eine kurze Zusammenfassung zur Kiwiernte sei mir gestattet: Man ist das eine scheiss Arbeit! Siehe unten das Beweisvideo, dass mich beim Nachtpicking zeigt. Ansonsten erfolgte die Ernte aber bei Tageslicht. Es hat sich sogar eine eklige Proletarierhornhaut auf der Oberseite meines Kiwi-Klickfingers gebildet. Nun denn vergeben und vergessen........ Tauranga und die Kiwis liegen hinter mir.

bis bald, Robert

Sonntag, 31. Mai 2009

Kiwi

Wir sind raus aus dem K.-Geschäft. Die Feststellung, dass das an das Individuum gerichtete bürgerliche Glücks-, Freiheits- und Prosperitätsversprechen nicht im K.-packhaus oder beim K.-picken eingelöst werden kann, traf uns unvorbereitet und überraschend. Was haben wir nicht alles getan, wir haben uns als Produktivkräfte (selbst) verwerten lassen, die Hoffnung gehegt, Mitarbeiter_in des Monats zu werden und auch Betriebsenteignungen waren angedacht. Nichts da, uns reichts, wir haben unsere Arbeitsverhältnisse beendet, wir suchen unser Glück woanders. Fine und Henrik haben zusammen ungefähr 750.000 K.-s gepackt, genug Vitamin C für Potsdam für die nächsten dreißigtausendmillionen Jahre.

Ab Montag werden wir uns über Umwege in Richtung Wellington aufmachen, wo wir über- oder anwintern wollen. Unterwegs wollen wir erneut in heißen Quellen baden, am Lake Taupo bei 10°C Sonnenbaden und in irgendeinem Gebirge wandern. Das wird eine Woche, auf die wir uns riesig freuen.

so long...henrik, rob und fine



Freitag, 15. Mai 2009

Champagner für Fine


Fine hatte Geburtstag, es gab also mal wieder einen Anlass zum feiern. Melinda war noch hier, die Fabrik gab uns frei und so begaben wir uns auf einen Ausflug ins Waiotapu Thermal Wonderland (bei Rotorua). Bei strömenden Regen und Kiwis zerstörendem Hagel sind wir in Tauranga losgefahren, bei wunderschönem Sonnenscheinfinegeburtstagswetter kamen wir in Rotorua an. Die Gegend um Rotorua ist ein Zentrum vulkanischer Aktivitäten, über der Stadt hängt ein ziemlich übler Geruch nach verfaulten Eiern, denn Schwefeldämpfe strömen überall aus unzähligen Erdlöchern. Es gibt Geysire, blubbernde Schlammlöcher und dampfende heiße Quellen (Champagnerpool, grüne arsenhaltige Kraterseen etc.). Nach einer phantastischen Wanderung durch das Vulkangebiet haben wir spontan noch ein Bad in einer der heißen Quellen genommen (ohne Arsen, aber dafür mit Meningitis verursachenden Kribbelviechern, die einem die Nase hoch kriechen, wenn man mit dem Kopf unter Wasser geht). Während die Außentemperatur unter 15°C lag, schwitzten wir also im dampfenden Schwefelwasser bis die Füße schrumpelig wurden.

In den letzten Tagen regnete es mal wieder viel, was zu Folge hat, dass es im Kiwikombinat weniger Arbeit gibt. Nach Teilzeitarbeit haben wir nun zwei Tage frei, bis es am Samstag wieder losgeht. Unter schwierigsten Bedingungen konnten Fine und Henrik ein beweiskräftiges Foto heraus schmuggeln. Darauf haben wir für euch den herausfordernde Arbeitsprozess visualisiert.

Auch Robert ist nun in Arbeit! Kaum aus Auckland zurück (Melinda flog wieder nach Sydney), ist er zum Kiwipicker graduiert. In den folgenden Tagen wird er nun in seinen Greifarmen Muskelkater erleiden.

so long...henrik, rob und fine

Samstag, 9. Mai 2009

Das Proletariat im Kiwikombinat



Henrik und Fine sind in der Kiwihölle angekommen. Wir schieben 13h- Schichten im Kiwi Packhouse am Fließband und das 6 Tage die Woche. Die Arbeit ist verdammt anstrengend, der Stundenlohn ist spärlich. Früh um 7:15 Uhr begibt sich die Arbeiterschaft in die Fabrik, eine Brotdose im Gepäck und die Laune schon morgens auf dem Tiefpunkt. Die Flexibilität der Tätigkeiten ist begrenzt. Unsere Hauptaufgabe besteht darin, Kiwis vom Laufband zu nehmen, in Millisekunden die Qualität zu überprüfen und dann ab damit in die Kiste. Vorkenntnisse sind dabei nicht erforderlich. Da eine Fabrikenteignung durch das revolutionäre Backpackerproletariat als Nahziel nicht erreichbar scheint, streben wir vorerst an Mitarbeiter_in des Monats zu werden.

Robi wird uns hoffentlich bald in der Fabrik unterstützen, aber diese Woche ist erstmal Melinda aus Sydney angereist, da müssen die grünen Früchte halt noch warten. Wenn dann aber der Gesamtkörper (Henne, Robi und die Fine) erstmal gemeinsam am Fließband steht, wird die Produktivität mit Sicherheit um ein Vielfaches gesteigert werden können (wobei der Belegschaft bereits jeden morgen um 10:00 Uhr beim täglichen short meeting erfährt, dass am jeweiligen Vortag die Produktivität um soundsoviel Prozent gestiegen ist, jaja unser Verdienst). Sollten wir die Kiwihölle den nächsten Monat überstehen, verfügen wir zwar nur noch über den IQ einer Kiwi, haben aber dafür die Taschen voller Kiwidoller...was will der geneigte Traveller mehr.
Also ihr lieben zu Hause, denkt beim nächsten Kiwikauf an uns, die Früchte könnten vom Gesamtkörper mit liebevoller Hand verpackt worden sein.

The kiwiparadise is the gate to hell

Mittwoch, 22. April 2009

Tauranga, Bay of Plenty

Wir freuen uns immer über die vielen comments. Lest fleißig weiter und wir haben euch alle lieb, ganz besonders dich T.

Übrigens, wenn ihr die Bilder in Großformat ansehen wollt, klickt auf die Slideshow!

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Auf der Suche nach der Goldenen Kiwi

Die Suche nach Arbeit hat begonnen. Letzte Woche haben wir unser zweites Auto gekauft, we proudly present: „Die rote Lotte“ ein Geschoss mit dem Sound eines Ferrari (dank eines kaputtes Auspuffs).

Der Neuseeländische Herbst ist die Zeit der Kiwiernte, daher beschlossen wir, in Richtung Nord-Osten (Bay of Plenty) zu fahren, um als Kiwipicker oder -packer Arbeit zu finden. Schnell erfuhren wir, dass sich dies schwieriger gestalten wird als angenommen. Arbeitssuchende gibt es mehr als genug, Wirtschaftskrise und Wetterbedigungen führen dazu, dass die Kiwis ungeerntet an den Bäumen hängen. Die wertvolle Frucht benötigt nämlich viel Sonne und kalte Nächte, um den Zuckergehalt zu steigern. All das fehlte in der letzten Zeit. Die Hostels sind somit voll von arbeitswilligen und gelangweilten Backpackern. Wir hoffen am Ende dieser Woche in Arbeit zu gehen, beworben haben wir uns bei verschiedensten Firmen.

Da das Wetter noch mild ist und wir unserer Kasse schonen wollten, verwandelten wir kurzerhand unsere beiden Gefährtinnen (Lotte und Rita) in rollende Schlafzimmer um. Straße, Strand und Pazifik wurden unser Wohnzimmer und eine öffentliche BBQ-Stelle „vor der Tür“ diente uns als Küche. Nach vier Tagen senkte der einsetzende ständige Regen den Wohlfühlfaktor in unserem weitestgehend unüberdachten zu Hause erheblich. Das erforderte Konsequenzen und so haben wir uns dann doch entschlossen, in ein Hostel umzuziehen. Wir hatten Glück und fanden „Just the Duck Nuts“, eine schönes, nicht all zu teures Hostel, wo wir vorerst bleiben werden. Leider ist es schwierig, hier in der Gegend bezahlbares Internet zu finden, daher werden wir weniger „on“ sein und Mails beantworten können.

so long...henrik, rob und fine

Donnerstag, 9. April 2009

Autokauf



Wir werden mobil. Am Sonntag waren wir auf einem großen Automarkt, wo bemitleidenswerte Backpacker ihre zur Hauptsaison teuer erstandenen Autos nun zu einem Spottpreis verkaufen. Zur Zeit reisen nämlich alle ab und keiner will Autos kaufen...außer uns! Gute Chancen, hier billig ein Auto zu ergattern. Letztlich konnten wir unser neues altes Gefährt (´88 Holden) für ca. 600 € erstehen. Nun haben wir eine neue Reisebegleiterin, von uns liebevoll Rita, die Kampfbüchse genannt. Rita ist blau, lang und vor allem breit. Wir versuchen uns nun an Autogröße und Linksfahrerei zu gewöhnen, was nicht nur für den jeweiligen Fahrer äußerst aufregend ist, sondern auch bei den Mitfahrern immer wieder zu Schweißausbrüchen führt. Vorsichtshalber haben wir im übrigen dann doch eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen.

Nicht unerwähnt sollte Robis neuste Burgerentdeckung bleiben, „Burger Fuel“. Das ist das absolute Paradies! Niemals haben wir so leckere Burger gegessen.

Wie ihr, die geneigten Leser_innen ja sicherlich wisst, machen wir keinen Inselurlaub. Wir sind zum arbeiten hier. Da uns die Arbeitgeber nicht finden, müssen wir sie uns suchen. Wahrscheinlich werden wir demnächst anfangen, eurer Obst, das ihr zu Hause lustvoll auspackt, einzupacken. Die Kiwiernte hat gerade begonnnen und braucht uns. Bald werden wir unsere Steuernummern erhalten und dann geht es los.

see ya

Samstag, 4. April 2009

Neuseeland- Auckland




Wir sind endlich angekommen in KIWI-Land...mit etwas holprigem Start. Bei der Passkontrolle mussten wir feststellen, dass Fines Arbeitsvisum aus ungeklärten Gründen in ein Touristenvisum umgewandelt wurde und Robert hatte gar nicht erst eins. Naja, letzten Endes alles kein Problem, wir sind jetzt alle drei in Besitz einer Arbeitserlaubnis.
Haben heute unsere Steuernummer beantragt und wenn alles gut geht, können wir in 2 Wochen mit dem Arbeiten anfangen.

Hier noch ein paar Fotos vom Mt. Eden, einer von mehreren Vulkanen in Auckland...sehr schön, sehr grün mit supi Ausblick auf die Stadt. Unser Hostel liegt übrigens fast am Fuß des Mt. Eden. Ach..... und wir haben unseren ersten Sonnenbrand *arrrhg*. Also nächstes mal Sonnencreme.

So long...Henrik, Rob und Fine

p.s. : Hier sind so viele Deutsche, manchmal denkt man an eine Jugendherberge im Erzgebirge :)

Mittwoch, 1. April 2009

Sydney





Nach gut 30 Stunden reisen sind wir in Sydney gelandet, erschöpft, aber glücklich. Eine erste neue Erfahrung für uns waren die extremen Lebensmittelkontrollen am Flughafen von Sydney. Fine wurde von einem Lebensmittelkontrollhund dabei erwischt, Äpfel ins Land zu schmuggeln, glücklicherweise mit keinerlei Folgen, weder für uns, noch für den Hund oder Australien. Henriks Schokoladenbatterie wurde zum Glück nicht entdeckt (he is now called „Henrik the smuggler“)

Sydney ist phantastisch und warm und sonnig und toll! Am ersten Tag gab uns der Jetlag ein tolles Gefühl der Nichtaufnahmefähigkeit. Wir können uns respektiv nur noch fragmentarisch erinnern. So schliefen wir immer wieder in den unmöglichsten Positionen und Situationen ein. Melinda hatte ihre liebe Not, uns vom Schlafen abzuhalten, bis wir dann um 21 Uhr endlich in die Federn durften. Am zweiten Tag dann zum Hafen und zur Oper. Ganz wichtig, Robert musste feststellen: Die Oper ist gar nicht weiß! Unglaublich, eine Lebensvorstellung ist zusammengebrochen, die Dächer sind aus ganz vielen kleinen Kacheln zusammengeklebt.

Die folgenden Tage verbrachten wir touristisch. Wir waren bei schönsten herbstlichen Sommerwetter am Bondi Beach baden, durchliefen bei Regen und Sonnenschein die City, gingen ins Museum, fuhren mit einer Fähre in Richtung Watson Bay. Die Küstenlinie der Watson Bay war lange Zeit militärisches Sperrgebiet, da man hier mit Artillerie den Zugang zur Bucht von Sydney schützen konnte. Heute ist es ein beeindruckendes Naturschutzgebiet mit riesigen Klippen und tollen Wellen. Zitat Robert (ja jetzt wird’s philosophisch): „Bei diesem Anblick wird man sich der Nichtigkeit seiner eigenen Existenz bewusst.“

Da sich uns auf den Straßen Sydneys die Tierwelt Australiens nicht erschließen wollte, gingen wir in den Taronga Zoo. Nun ja, wir wollten doch unbedingt noch Koalas, Kängurus und Wombats sehen. Ein hoffnungsvoller Beginn mit ein paar Sonnenstrahlen und dann Regen, den ganzen Tag. Den Besuch im Tierparkaquarium konnten wir uns schenken, wir waren permanent von Wasser umgeben. So ein zünftiger Winterregen schmälert die Attraktivität eines Tierparks ungemein und dennoch haben wir eine Menge sehr lustiger Tiere gesehen.

Das Bier im Pub war im übrigen erfreulich billig und schmeckte fast („nach dem dritten Schluck wird´s besser“ Zitat Fine).

Kleiner Einschub von Rob: Sydney ist das Paradies des gepflegten Hamburgers. An jeder Ecke gibt es Burgerbrater, und nicht nur der Standard wie Mc D und Burger King (BK heißt hier Hungry Jack´s ) sondern tausend andere kleine wie große. Die Burger sind phantastisch, ich probiere jeden Tag eine andere Burgerbude aus und bin noch nicht enttäuscht worden! Wenn das Angebot in Amerika auch nur annähernd so variantenreich ist, beginne ich das Übergewichtsproblem zu verstehen.

Mittwoch war Aporta im Burgertest, richtig leckere Chilli-Chicken-Burger Yippikajeah

Der Burgertest am Donnerstag fand im „Hungry Jacks“ genanten Burger King statt. Mein Urteil, nichts besonderes, eher Standard. Ich werde mich wohl in Zukunft an die unabhängigen Buden halten!

Mittwoch, 25. März 2009

Samstag, 21. März 2009

Dienstag, 10. März 2009